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Kostümverleih Frackverleih Tierkostüme Brautmoden HISTORISCHE KOSTUEME 1 — Kostümverleih Breuer
   

Historische Kostüme I

An dieser Stelle präsentiert Ihnen Kostümverleih Breuer in loser Folge eine kleine Auswahl besonderer Kleinode aus dem reichhaltigen Fundus: Kostüme, die ihren teils historischen Vorbildern detailgetreu nachgeahmt wurden, vom Mittelalter bis zur Jetztzeit. Alle Kostüme können selbstverständlich entliehen werden. Eine Anfrage können Sie über die Fundus-Übersicht oder das Kontaktformular stellen.

Mittelalter / Gotik (1200 — 1480)

Der allmähliche Aufstieg des Bürgertums wird am deutlichsten in der Kleidung sichtbar. Von der Gotik beeinflusst herrscht eine Vorliebe für senkrechte Formen: die Körpergröße wird hervorgehoben und übertrieben. Die Kleider enthüllen die Linien des Körpers, während man zuvor weite Kleidung bevorzugt hatte. Das Kleid wird eng gehalten und schmiegt sich der Figur an: eine raffinierte Art, auf weibliche Formen aufmerksam zu machen. Die Ärmel sind lang und werden an den Handgelenken weit. Dazu werden Schnabelschuhe getragen.

Die verheiratete Frau geht mit bedecktem Kopf. Das Haar wird unter dem spitzen Hennin verborgen: ein Kopfputz in spitzer Kegelform, aus dessen Spitze ein langer Schleier fällt. Die Spitzhaube dient auch als Basis für einen ausladenden Kopfputz.

Material: Durch Kreuzzüge, Reisen und Handel sind neue Stoffe nach Europa gekommen, z.B. Leinwand, Barchent, Tuche aus Gent und England, Seide aus Spanien und Venedig. Außerdem webt und bestickt man Samtborten.

Literatur:
Ronsdorf, Margarete: Frauenkleidung der Spätgotik 1380 – 1490. Opladen 1933.
Wilckens, Leonie von: Terminologie und Typologie spätmittelalterlicher Kleidung. Krems 1988.

Rokoko (1723 — 1774)

Seit Ludwig XIV. gelten französische Kultur und Sprache in Europa als vorbildlich. Entsprechend ist auch die französische Mode tonangebend. Die Damen tragen einen Reifrock aus Fischbeinstäbchen. Über dem Korsett wird ein Mieder getragen, das hinten geschnürt wird. Die Ärmel liegen bis zum Ellbogen eng an, dann kommen die Spitzen („engageantes“) zum Vorschein. Die Röcke werden am Mieder befestigt: Der untere („jupe“) liegt auf dem Reifrock, der obere („manteau“) ist vorne meist offen.

Die Perücke ist weiss gepudert, das Nackenhaar steckt in einem Beutel mit Seidenschleifen. Auf dem Kopf trägt man einen Dreispitz.

Material: Seidenstoffe (uni oder mit Streublumen, Ranken und Streifen, zusätzlich verziert mit künstlichen Blumen, Rüschen und Spitzenborten). Der Schmuck besteht aus Perlen. An den Füßen trägt man kleine, gestickte Seidenschuhe oder Pantoffeln mit hohen Absätzen. Die Frisur wird „klein“ gehalten und die Haare werden - eine Koketterie mit dem Alter - von Jung und Alt grau oder weiß getragen. Modisches Beiwerk sind der Fächer und der sogenannte Pompadour, ein Taschenbeutel.

Die Kleidung der Herren wiederholt die Silhouette der Damenkleider. Beim Rock (dem „justeaucorps“) und bei der Weste werden die Schöße mit Wachstuch abgefüttert, damit sie von den Hüften abstehen - ab der Mitte des 18. Jahrhunderts werden sie schmaler. Darunter trägt man das Hemd mit Spitzenjabot und und Spitzenmanschetten. Dazu Kniehose, Seidenstrümpfe und Schnallenschuhe. Material: Seide mit Gold- und Silberfäden, mit Pailletten bestickt.

Literatur:
Ruppert, Jacques: Le costume Louis XIV – Louis XV. Paris 1990.